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🥈 Aus was wird Gin gemacht? – Die wichtigsten Zutaten erklärt

Gin Destillerie
Destillerie für Gin und alkoholfreie Gin Varianten

Von der Basis bis zur Magie im Glas

Gin ist heute das Synonym für Vielfalt, Kreativität und Handwerk. Aber aus was wird Gin eigentlich gemacht?
Die Antwort klingt zunächst einfach: Alkohol, Wasser, Wacholder und Botanicals. Doch hinter dieser kurzen Formel steckt eine faszinierende Welt aus Aromen, Pflanzen, Geschichten und Brennkunst.

Jeder Gin ist anders – und genau das macht ihn so spannend. Denn die Zusammensetzung, die Auswahl der Zutaten und die Herstellung entscheiden über Charakter, Geschmack und Stil.


Die Basis: Neutraler Alkohol – das Rückgrat des Gins

Jeder Gin beginnt mit einem neutralen Alkohol. Dieser wird meist aus Getreide gewonnen – häufig Weizen, Gerste oder Roggen. Manche Brennereien setzen auch auf Trauben oder Kartoffeln, um besondere Geschmacksnuancen zu erzielen.

Dieser Alkohol dient als Träger für die Aromen der Botanicals. Er muss hochprozentig, rein und geschmacksneutral sein, damit die feinen Kräuter und Gewürze im späteren Gin voll zur Geltung kommen.

Je reiner der Grundalkohol, desto klarer und ausgewogener das Aroma im Endprodukt.

Nach der Herstellung wird dieser Basisalkohol meist mehrfach destilliert, um unerwünschte Begleitstoffe zu entfernen – so entsteht eine makellose Grundlage, auf der die restliche Magie aufgebaut wird.


Der Star: Wacholder – das Herz jedes Gins

Wenn man sich fragt, aus was wird Gin gemacht, kommt man an einem Wort nicht vorbei: Wacholder.
Er ist das gesetzlich festgelegte Leitaroma des Gins und definiert seine Identität. Ohne Wacholder darf sich kein Destillat „Gin“ nennen.

Wacholderbeeren verleihen dem Gin:

  • seine frische, leicht harzige Note,
  • das typische Zitrus-Kiefer-Aroma,
  • und eine gewisse Wärme und Würze, die den Gaumen umhüllt.

Der Wacholder wächst in vielen Regionen Europas wild – besonders aromatisch sind Beeren aus alpinen Gebieten oder dem Mittelmeerraum.


Die Seele: Botanicals – das Geheimnis des Geschmacks

Neben Wacholder kommen meist 10 bis 30 weitere Botanicals zum Einsatz. Sie geben dem Gin seine Persönlichkeit, seine Tiefe und sein Wiedererkennungsmerkmal.

Zu den klassischen Zutaten gehören:

  • Koriandersamen – leicht würzig und zitronig
  • Angelikawurzel – sorgt für Balance und Erdigkeit
  • Zitronen- & Orangenschalen – fruchtige Frische
  • Iriswurzel (Orris Root) – bindet Aromen, sorgt für blumige Eleganz
  • Kardamom, Zimt, Pfeffer – Wärme und exotische Würze

Moderne Brennereien setzen zusätzlich auf regionale und kreative Zutaten, um sich abzuheben – von Lavendel und Rosmarin bis hin zu Zirbe, Heublumen oder Beeren.

Jede dieser Pflanzen erzählt eine Geschichte. Manche stehen für die Heimat der Brennerei, andere bringen exotische Akzente aus aller Welt in die Flasche.


Der regionale Touch: Wenn Natur zum Geschmack wird

Gerade in Österreich ist die Liebe zur Natur eng mit der Gin-Herstellung verbunden. Viele Brennereien experimentieren mit alpinen Kräutern, Zirbenzapfen oder Bergblumen – das Ergebnis ist ein einzigartiger, authentischer Geschmack.

Diese regionalen Zutaten sind nicht nur geschmacklich spannend, sondern auch ein Stück Identität. Ein Gin aus Tirol mit Wacholder, Zirbe und Bergkräutern schmeckt nach Heimat, nach Wald, nach frischer Bergluft.

Und genau darin liegt der Reiz: Gin kann Landschaft schmeckbar machen.


Wasser – der unterschätzte Bestandteil

Wasser macht bis zu 60 % des fertigen Gins aus – und spielt dennoch oft eine Nebenrolle in der Wahrnehmung. Dabei ist es entscheidend für die Qualität.

Für hochwertigen Gin wird meist weiches, mineralarmes Quellwasser verwendet, um den Alkohol auf Trinkstärke (meist 40–47 %) zu reduzieren.
Wasser beeinflusst:

  • Mundgefühl
  • Klarheit
  • und wie sich Aromen im Glas entfalten

Manche Brenner schwören auf Gletscher- oder Bergquellwasser, andere auf spezielle Filterverfahren – und das merkt man beim ersten Schluck.


Die Herstellung: Destillation und Mazeration

Die Zutaten allein machen noch keinen Gin – erst die Herstellungsmethode entscheidet über das Endergebnis.

Beim klassischen Verfahren werden die Botanicals mazeriert – also im Alkohol eingelegt – und anschließend destilliert.
Je nach gewünschtem Stil (z. B. London Dry oder New Western) variieren Zeit, Temperatur und Zusammensetzung.

Das Ergebnis: ein Destillat voller fein abgestimmter Aromen, das nach der Destillation mit Wasser auf Trinkstärke gebracht wird.

Mehr dazu erfährst du im nächsten Artikel dieser Serie, wenn wir uns Schritt für Schritt der Kunst der Gin-Herstellung widmen.


Fazit: Handwerk, Natur und Leidenschaft im Glas

Gin ist kein Zufallsprodukt. Er ist das Ergebnis aus klarer Basis, charakterstarkem Wacholder, feinen Botanicals und der Liebe zum Detail.
Jede Brennerei interpretiert diese Formel auf ihre eigene Weise – und genau das macht Gin so faszinierend.

Wer sich einmal durch verschiedene Sorten probiert, entdeckt eine Welt voller Geschmack, Tiefe und Handwerkskunst.

Und wenn du Gin mit echtem Alpencharakter erleben willst, probier einmal den Zirbin Gin – wo die alpine Zirbe auf feinste Botanicals trifft. 🌲


👉 Weiterlesen:

Du willst wissen, woraus Gin genau besteht – also wie sich seine einzelnen Komponenten zusammensetzen und welche Rolle Botanicals wirklich spielen?
➡️ Dann geht’s hier weiter zum nächsten Artikel unserer Reihe:
[Artikel 3: Woraus besteht Gin? – Das Geheimnis der Botanicals]

ZIRBIN Dry Gin - Gin mit Zirbe aus Tirol
Florian

Geschrieben von Florian